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Die 5 Fragen für eine erfolgreiche Content-Strategie 2026

Aktualisiert: 21. Jan.

Jahresplanung 2026. Auf dem Tisch liegt (wie jedes Jahr): "Wir müssen mehr Video machen."


Aber dann kommen die Fragen:

  • "Was produzieren wir?"

  • "Machen wir das inhouse oder weiter extern?"

  • "Brauchen wir dafür nicht jetzt endlich mal ein professionelles Studio?"

  • "Welche Plattformen sind denn gerade relevant?"

  • "Und überhaupt: Welches Format machen wir?"

Und später im Jahr hat man vielleicht ein paar Videos produziert - aber es hat sich eigentlich nichts geändert.


Wir agieren reaktiv. Es entsteht keine Planbarkeit. Und jede Bemühung mit Content mehr sichtbare Ergebnisse oder Wachstum zu erreichen fühlt sich an wie eine unlösbare Aufgabe.


Die Frage "Was wollten wir damit eigentlich erreichen?" kommt erst, wenn das Budget schon verbrannt ist. (Oder unser:e Vorgesetzte:r bringt das Kommentar auf dem Flur: Wir brauchen jetzt aber dieses Quartal mehr Leads/Reichweite/Aufmerksamkeit/Kunden durch unseren Content)


Der Fehler, den fast alle machen.

In den letzten Wochen haben wir mit dutzenden Unternehmen gesprochen. Marketingleiter, Redaktionsleiter, Content-Verantwortliche und CEOs.

Alle reden über dasselbe:

"Wir wollen LinkedIn richtig durchstarten.", "Wir überlegen, einen Video-Podcast zu launchen.", "Wir müssen unsere YouTube-Strategie überarbeiten." ...

Es fällt auf: Die Frage "Was wollen wir damit eigentlich erreichen?" stellen sie sich erst, wenn sie schon sechs Monate produziert haben.


Das ist 'Frage 4' beantworten, bevor man sich die 'Frage 0' überhaupt gestellt hat.

Und genau darin sehen wir ein Problem.


Die 5 Fragen - in der richtigen Reihenfolge

Content-Strategie ist keine Frage der richtigen Antworten. Es ist eine Frage der richtigen Reihenfolge.

Hier sind die 5 Fragen, die jeder, der für Content verantwortlich ist, beantworten muss - und zwar genau in dieser Sequenz:


Frage 0: ZIEL

Was soll unser Content für uns tun?

Nicht: "Wir brauchen mehr Videos." Sondern: Was soll sich dadurch ändern?


Als wir mit dem Olympia Verlag (kicker) gestartet sind, lautete die Ausgangsfrage nicht "Brauchen wir ein Studio?" Sondern: "Wie können wir schneller auf tagesaktuelle Ereignisse reagieren, ohne jedes Mal extern zu produzieren?"

Die Antwort war am Ende ein professionelles Studio. Aber der Ausgangspunkt war das Ziel.


Also stellt euch am Anfang die Frage: Was soll sich durch euren neuen Fokus 2026 verändern: Wollt ihr schneller auf aktuelle Themen reagieren können, ohne jedes Mal eine Agentur zu briefen? Wollt ihr planbare Formate, die unabhängig von News-Zyklen funktionieren? Oder geht es darum, eure Expertise sichtbar zu machen - regelmäßig, nicht nur wenn gerade Budget da ist?


Ohne diese Klarheit beschäftigst du dein Team anstatt zu Ziele zu erreichen.


Frage 1: FORMAT

Welches Haupt-Format passt zu diesem Ziel?

Erst wenn das Ziel klar ist, macht die Format-Frage Sinn.


Viele Teams starten mit der Frage "Was produzieren wir?" - und landen bei den üblichen Verdächtigen: Interviews, How-To-Videos, Produktpräsentationen.

Das sind solide Formate.


Aber wer noch eine Schippe drauflegen möchte, damit der Output nicht in der Masse an austauschbarer Unternehmensvideos untergeht, der sollte sich mit Formatentwicklung etwas tiefer beschäftigen: Welches Format hat das Potenzial, eure Marke unverwechselbar zu machen?


Dazu braucht es im Team den Wille zu explorieren, experimentieren und die Bereitschaft, auch mal zu scheitern.

Wie ihr innovative Formate entwickelt kannst du hier nachlesen


Und weil es gerade in aller Munde ist: Noch ein kurzes Wort zu Video-Podcast: Ein Video-Podcast ist nicht für jeden richtig. Aber wenn dein Ziel ist, regelmäßig Thought Leadership zu zeigen und Content zu produzieren, der sich in zehn Clips zerlegen lässt, die Reichweite generieren - dann ist ein Video-Podcast ein verdammt gutes Haupt-Format.



Frage 2: RESSOURCEN

Von wem und wie wird das produziert?

Wenn dann das Format steht, kannst du die Ressourcen-Frage sinnvoll beantworten.


Der Klassiker: Video wurde bisher immer extern produziert. Jedes Projekt fühlt sich an wie das erste. Briefings dauern, Abstimmungen ziehen sich, und am Ende passt es trotzdem nicht ganz. Oder ihr habt intern angefangen, aber ohne klare Struktur — und jetzt macht jeder irgendwie irgendwas.


Inhouse oder extern? Die Antwort hängt davon ab, wie oft ihr produziert, wie schnell ihr reagieren müsst, und wie viel Kontrolle über den Produktionsablauf du brauchst um das Format und die daran geknüpften Ziele erreichen zu können.


Wer diese Frage vor der Format-Frage beantwortet, baut entweder ein Team für Content, den es noch nicht gibt - oder hällt externe Kapazität für ein Format vor, welches evtl. andere Kapazitäten braucht.


Frage 3: INFRASTRUKTUR

Was brauchen wir für die Content Produktion?

Studio, Equipment, Software — das sind Antworten auf Frage 3. Nicht auf Frage 1.


Der häufigste Zweifel, den wir hören: "Ist ein eigenes professionelles Studio nicht eine Nummer zu groß für uns?" Die Gegenfrage: Wie viel gebt ihr aktuell für externe Produktionen aus — und wie planbar ist das?


Viele Teams starten mit Equipment-Wunschlisten: "Wir brauchen eine Profi-Kamera, vielleicht ein paar gute Mikros, dann haben wir es doch." Erst im Prozess wird klar, dass die eigentliche Frage eine andere war: Was wollen wir damit eigentlich produzieren - und wie oft?


Eine Bedarfsanalyse vor dem Upgrade in die Infrastruktur spart nicht nur Geld. Sie verhindert, dass du Infrastruktur für deine Format baust, die du noch garnicht definiert oder validiert hast.


Frage 4: DISTRIBUTION

Wo veröffentlichen wir den Content? Wie bekommen wir Reichweite?

Und erst jetzt - ganz am Ende - kommt die Plattform-Frage.


Viele starten hier: "Wir müssen auf LinkedIn / YouTube / TikTok sein." Aber ohne klares Format und ohne zu wissen, wer produziert, ist das nur Aktionismus.


Die Haupt-Plattform hängt von mehreren Faktoren ab: Wo ist eure Zielgruppe wirklich aktiv? Welches Communityaufbau-Potenzial hat die Plattform? Gibt es Möglichkeiten auf der Plattform zu konvertieren? Und passt euer Format überhaupt dorthin?


Ein wöchentlicher Video-Podcast hat seine Heimat auf YouTube oder Spotify - aber das bedeutet nicht, dass er dort endet. Repurposing auf LinkedIn, Instagram oder TikTok ist eine Distributionsstrategie, die gerade jetzt extrem gut funktioniert. Aus einem 45-Minuten-Gespräch werden zehn Clips, drei Karussells und ein Newsletter.


Die Plattform folgt dem Format - aber sie muss auch zur Zielgruppe passen.                   


"Aber wir müssen doch überall präsent sein"

Nein. Du musst relevant sein - auf den Plattformen, die zu deinem Format passen.

"Überall präsent" klingt nach Strategie. In Wirklichkeit ist es oft Angst, etwas zu verpassen. Und diese Angst führt zu dünnem Content auf zehn Kanälen statt starkem Content auf zwei.


Die Unternehmen, die wir erfolgreich begleitet haben, haben eines gemeinsam: Sie haben sich entschieden. Für ein Format. Für eine Ressourcen-Struktur. Für eine Plattform-Priorität.

Und diese Entscheidungen kamen in der richtigen Reihenfolge.


Fazit: Die Checkliste

Bevor du in die Content-Planung 2026 gehst, prüf einmal:

1 ZIEL: Ist klar, was unser Content für uns tun soll?

2 FORMAT: Haben wir ein Anker-Format, das zu diesem Ziel passt?

3 RESSOURCEN: Ist geklärt, wer das produziert - und warum?

4 INFRASTRUKTUR: Basiert unser Setup auf dem Bedarf - oder auf Wunschlisten?

5 DISTRIBUTION: Folgen unsere Plattformen dem Content - oder jagen wir Algorithmen?

Wenn du bei einer dieser Fragen merkst, dass die Reihenfolge nicht stimmt: Das ist kein Problem. Das ist der Startpunkt.

 
 

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